Sehenswürdigkeiten in Leipzig 
Sehenswürdigkeiten in Leipzig

Sehenswürdigkeiten in Leipzig


Schillerhaus

Im Sommer 1785 verbrachte Friedrich Schiller Zeit in einem kleinen Bauernhaus im Leipziger Stadtteil Gohlis. Er arbeitete hier unter anderem an Don Carlos, Fiesco und die Ode an die Freude. Das Schillerhaus wurde 1717 gebaut und bestand aus einem Wohnteil, dem Flur und dem Stall. Einige Jahre später wurde das Haus umgestaltet und ausgebaut. Schiller war 25 Jahre alt, als er hier von Mai bis September 1785 im Obergeschoss lebte und arbeitete. Robert Blum, Theatersekretär in Leipzig und führende Persönlichkeit während der Deutschen Revolution 1848/49, entdeckte 1841 das Schillerhaus und veranlasste, dass bald darauf eine Gedenkstätte in dem Haus eingerichtet wurde. Bereits im November 1841 fand die feierliche Eröffnung statt. Auf einer Gedenktafel können Besucher noch heute folgendes lesen: „Hier wohnte Schiller und schrieb das Lied an die Freude im Jahre 1785“. Ein Jahr später gründete Blum den Schillerverein, allerdings wurde das Schillerhaus erst 1848 für die Öffentlichkeit zugänglich. Im 19. Jahrhundert wurde das Schillerhaus mit seinem Garten erneut umgebaut. Seit 1864 gehört das Schillerhaus dem Schillerverein. Während dem Zweiten Weltkrieg traf eine Brandbombe das Schillerhaus, die jedoch entfernt werden konnte. Zur Sicherheit wurden anschließend besonders wertvolle Ausstellungsstücke aus der Stadt gebracht. In der Nachkriegszeit und zu Zeiten der DDR wurde der Schillerverein aufgelöst und damit gehörte das Haus nun der Stadt Leipzig. Bereits 1961 wurde das Schillerhaus eine Außenstelle des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig. Wieder wurden Gebäude, Garten und Hof renoviert, wobei das ehemalige Erscheinungsbild und zum Teil die historische Struktur des Hauses zerstört wurden. Erst in den Jahren 1997 und 1998 wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt, sodass das Haus nunmehr nach historischem Vorbild eröffnet werden konnte. Auch der Garten wurde 2002 als Bauerngarten wieder hergerichtet.


Völkerschlachtdenkmal

Das Völkerschlachtdenkmal ist das größte Denkmal Europas und zählt zu den Wahrzeichen der Stadt Leipzig. Es wurde zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig vom Berliner Architekten Bruno Schmitz in den Jahren 1858 – 1916 erschaffen. Die Völkerschlacht bei Leipzig, vom 16. Bis 19. Oktober 1813, war die Entscheidungsschlacht gegen Napoleons Truppen. Es waren bis zu 600.000 Soldaten aus über einem Dutzend Völkern an diesem Kampf beteiligt. Damit ist sie die größte Feldschlacht der Weltgeschichte. Das Völkerschlachtdenkmal wurde an der Stelle errichtet, an der es die heftigsten Kämpfe gab und wo die meisten Soldaten gefallen sind. Der Besucher muss 364 Stufen, vom Fuß des Sockels bis zur Aussichtsplattform in luftigen 57 Metern Höhe, überwinden. Es existieren seit kurzem auch zwei Personenaufzüge die im Rahmen der Sanierung eingebaut wurden. Die Sanierung des Bauwerkes soll bis zum 200-jährigen Jubiläum im Jahre 2013 abgeschlossen sein und wurde finanziert durch die Stiftung Völkerschlachtdenkmal. 324 fast lebensgroße Ritter sind in der Kuppeldecke der Ruhmeshalle zu sehen. Die Tugenden der Schlacht Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft und Opferbereitschaft werden durch neuneinhalb Meter hohe Statuen der Totenwächter symbolisiert. Insgesamt sind in der Ruhmeshalle vier solcher Statuen zu finden. Das symbolische Grab der über 120.000 Gefallenen, stellt die Krypta dar. Sie nimmt das gesamte Mittelrund der Halle ein. In der Mitte befindet sich eine bronzene Grabplatte, die im Boden eingelassen ist. Sie ist meistens mit einem Kranz geschmückt. Das Grab wird bewacht von sechzehn solemnen steinernen Kriegern. Das imposante Denkmal, mit all seinen architektonischen Feinheiten, ist für jeden Besucher der Stadt Leipzig ein absolutes Muss.


Thomaskirche

Betritt man die Leipziger Thomaskirche, so wird man umfangen von Kunst, Kultur und Geschichte. Fast nebenbei ist sie auch noch eine der zentralen Kirchen in der Leipziger Altstadt. Der Ursprung der romanischen Kirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück, und veränderte im Laufe der Zeit ihren Stil über Spätgotik bis hin zum Barock. An dem Platz der um 1409 erbauten Universitätskirche fand man bei Ausgrabungen Kirchenreste, die auf die Jahreszahl 1160 datiert wurden. Erste Umbaumaßnahmen erfuhr die romanische Hallenkirche um 1355. Der Altarraum wurde nun gotisch gestaltet. Das imposante Gotteshaus hat einen Grundriss von 76 Metern Länge und 25 Metern Breite. Der Turm der Kirche ist 68 Meter hoch. Die interessantesten Stücke der Innenausstattung sind zweifelsohne der Taufstein aus Marmor und Alabaster aus dem Jahren 1614-1615 sowie die Fenster im Altarbereich. Sie zeigen die Geburt, Taufe und Auferstehung Jesu, während am Taufbecken alte biblische Szenen zu sehen sind. Die Leipziger Thomaskirche ist Heimat des weltberühmten Leipziger Thomanerchor. Gegründet wurde er im Jahr 1212 und ist damit der älteste Knabenchor in Deutschland. Sein wohl berühmtester Kantor war von 1723-1750 Johann Sebastian Bach. Seit 1950 liegen die Gebeine des Komponisten der Matthäuspassion in der Thomaskirche begraben. Eine bronzene Grabplatte weist auf den berühmten Sohn der Stadt Leipzig hin. Ein weiteres Denkmal zu Ehren von Bach befindet sich vor dem Nebeneingang der Kirche. Nach der Wende wurde die Thomaskirche umfassend renoviert. Zum 250. Todestag von Johann Sebastian Bach im Jahr 2000 waren die Arbeiten nahezu abgeschlossen. Heute ist die Thomaskirche ein kulturelles Kleinod und ein Anziehungspunkt für viele Besucher aus aller Welt.


BELANTIS

Der Vergnügungspark BELANTIS liegt mitten in einem ehemaligen Braunkohlegebiet in Leipzig. Das riesige Eingangsportal zum Park ist ein Schloss. Prunkvolle Fassaden laden die Besucher ein. Das Schloss kann man auch ohne Eintritt in den Park betreten. Es steht für Veranstaltungen zur Verfügung. Im Schloss befinden sich ein Cafe und der Ballsaal. Das Schloss hat einen großen Innenhof. Durch das Schloss hindurch, betritt man den Freizeitpark. Der erste Blick fällt auf den See. Auf der rechten Seite beginnt das „Tal der Pharaonen“. Hier sieht man gigantische Pyramiden. Der Fluch des Pharao ist eine Fahrt mit einem altägyptischen Floß. Die Fahrt geht vorbei an Krokodilen, direkt in eine Pyramide. Hier wird der Besucher mit einem Fluch belegt. und aus der Pyramide herausgeschleudert. Daneben befindet sich ein Spielplatz für Kinder. Hier können die Kinder mit seinem Sieb und Bagger im Sand nach Geheimnissen suchen. Am „Strand der Götter“ sind die Attraktionen Götterflug, Poseidons Flotte,ein Wasserkarussell, Säulen der Athene, ein Panoramaturm, Flug des Ikarus, eine Seilbahn und Fahrt des Odysseus, ein Bootsfahrt. Weiter geht es zum „Land der Grafen“. Hier gibt es einen Höhenflugturm, eine Riesenrutsche, Schürfen von Silbernuggets, Wackelräder, Kinderautorennen und den Waldlehrpfad. Shows finden hier auch statt. Hier kann man ein Ritterturnier erleben oder bei einer Märchenstunde mitmachen. Hinten im Park befindet sich die „Insel der Ritter“. Hier ist ein Abenteuerspielplatz, eine Achterbahn, das Verlies des Grauens und das Labyrinth von Avalon. Weiter geht es zur Mitte des Parks. Hier befindet sich die „Küste der Entdecker“. Auch hier befinden sich Attraktionen für Groß und Klein. Ein interaktives Spiel- und Abenteuerschiff, die Riesen-Schiffschaukel, Kindertretboote, ein Turm mit freiem Fall und ein Wasserspielplatz lassen die Zeit wie im Fluge vergehen. Als Abschluss kommt man in die „Prärie der Indianer“. Hier ist der Streichelzoo. Junge Indianer können einen Erlebnispfad begehen. In Kanus kann man über den See paddeln und ein Riesenschwungpendel fordert den Mut heraus. In jedem Thementeil des Parks finden Shows und andere Veranstaltungen statt. Im gesamten Park befinden sich ausreichende Möglichkeiten, um mal eine Verschnauf-Pause einzulegen. Die zahlreichen Restaurants sorgen für das leibliche Wohl der Besucher.


Schloss Neuenburg

Die Burganlage Schloss Neuenburg befindet sich am Ostufer der unteren Unstrut, am Rande des Weinstädtchens Freyburg nördlich Naumburgs (Saale). Sie gehört mit zu den Sehenswürdigkeiten der Straße der Romantik. Einst war Neuenburg die größte, älteste und wichtigste Burg der Landgrafen von Thüringen, einer der einflussreichsten Familien des Heiligen Römischen Reiches. 1085 gelangte die Witwe des ermordeten Pfalzgrafen Friedrich III. von Goseck an das Gebiet um Freyburg und Naumburg. Sie ließ die Burg zur Befestigung der neu errungenen Position im Saale-Unstrut-Raum errichten. Zu seinen berühmtesten Gästen der Burg zählt Kaiser Friedrich Barbarossa. Das Schloss gelangte in nach 1247 in den Besitz der Markgrafen von Meißen. Damit verlor Neuenburg zunächst an Bedeutung. Erst Wilhelm III. von Sachsen ließ die Burg ausbauen. Mutmaßlich wollte er das Schloss als Residenz nutzen, was jedoch nicht passierte. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Schloss durch Kurfürst August von Sachsen zu einem Jagdschloss umfunktioniert und 1770 in die staatliche Verwaltung übergeben. 1815 wurde die Burganlage preußischer Staatsbesitz und schon damals entwickelte sich Schloss Neuenburg zu einem Publikumsliebling. 1935 entstand hier das erste Museum, jedoch schloss man während der DDR-Zeit die Anlage. Mir großem Engagement seitens des Staates und privater Liebhaber konnte der Verfall gestoppt und den Besuchern wieder zugänglich gemacht werden. Seit 1990 befindet sich wieder ein Museum und zudem eine Gaststätte in den historischen Gemäuern. Die Liegenschaft wurde 1997 Eigentum der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt die sich nun um die Erhaltung der Bausubstanz kümmert. Das Schloss ist damals wie heute ein Absolutes Highlight im Leipziger Umland und immer einen Besuch wert.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Leipzig

Bundesland:
Sachsen

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
113 m ü. NN

Fläche:
297,36 km²

Einwohner:
518.862

Autokennzeichen:
L

Vorwahl:
0341

Gemeinde-
schlüssel:

14 7 13 000



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